Spartipps

Dieser Blog enthält zahlreiche Tipps & Tricks, wie ihr mit wenig Geld geschmackvolle Gerichte kochen könnt. Sozusagen Mahlzeiten, die unseren Geldbeutel schonen. Alle Gerichte sind günstiger als die entsprechenden Fertigprodukte. Dabei müsst ihr auf nichts verzichten, schon gar nicht auf den guten Geschmack. Wichtig ist, clever einzukaufen, nichts zu verschwenden und bewusst zu essen. Ein kleiner Exkurs:

In Österreich werden von Haushalten jährlich bis zu 157.000 Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Pro Kopf sind das ca. 95 kg Lebensmittel pro Jahr. Meistens Obst und Gemüse, aber auch original verpackte Lebensmittel, die bei rechtzeitigem Konsum noch genießbar gewesen wären. Umgerechnet in Euros heißt das, dass eine Person ca. € 300,- pro Jahr verschwendet. € 300,- die im Mistkübel landen. Zusätzlich werden auch vom Einzelhandel massenweise Lebensmittel entsorgt. Gründe dafür sind ungeplante Einkäufe, falsche Lagerung, Entsorgung kurz vor dem Haltbarkeitsdatum, Form und Aussehen der Lebensmittel entsprechen nicht den der Norm bzw. den Erwartungen der KonsumentInnen, usw. Für die Herstellung der Lebensmittel werden viele Rohstoffe verbraucht und lange Transportwege belasten unser Klima. Die Entsorgung der weggeworfenen Nahrungsmittel ist energie- und kostenintensiv. Diese Verschwendung ist nicht nur ethisch ein Problem, sondern hat auch dramatische Auswirkungen auf unsere Umwelt (Quelle: https://www.wien.gv.at/umweltschutz/abfall/lebensmittel/fakten.html, dl. 10.10.2015)

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken findet ihr hier einige Tipps für günstiges & cleveres Kochen und Einkaufen:

Einkauf planen
Der richtige Einkauf sollte bereits zu Hause gut vorbereitet werden. Eine dementsprechende Planung vermeidet Lebensmittelabfälle und spart Zeit & Geld im Supermarkt. Vorerst sollte man sich einen Überblick über die noch lagernden Lebensmittel  verschaffen, das heißt Vorratsschränke, Tiefkühler und Kühlschrank überprüfen. Vorhandene Reste sollten in der Wochenplanung berücksichtigt werden. Nun einen Einkaufszettel schreiben und nach Möglichkeit auch daran halten, denn es ist nicht immer einfach den vielen Angeboten im Supermarkt zu widerstehen. Ach ja, und niemals hungrig & durstig einkaufen gehen!

Preise vergleichen
Ein Vergleich der Kilopreise lohnt sich! Er gibt darüber Auskunft, ob eine XXL-Packung tatsächlich günstiger ist. Der Grundpreis muss in der Nähe des fertig verpackten Produktes angegeben werden. Außerdem sollten viele Einkaufsquellen genutzt werden. Sei es der Tante Emma Laden ums Eck, der regionale Bauernmarkt, der Discounter mit Wochenangeboten oder shoppen im Internet! Auf Wochenmärkten bieten Händler kurz vor Marktschluss die Ware günstiger an. In Supermärkten werden Lebensmittel kurz vor dem Ablaufdatum mit Rabatt angeboten. Wer gar nicht erst verführt werden möchte mehr einzukaufen als nötig, sollte nur mit Bargeld und ohne Kreditkarte einkaufen gehen. Und nicht vergessen, selber kochen spart Geld. Die Rezepte dieses Blogs sind günstiger als die entsprechenden Fertigprodukte.

Günstig saisonal & regional einkaufen
Saisonales Obst und Gemüse wird nicht nur umweltschonender hergestellt, sondern schont auch den Geldbeutel. Am besten unverpackte Ware kaufen, so bekommt man die tatsächliche Menge, die benötigt wird. Da es in Supermärkten meistens nur verpackte Ware gibt, sind Bauernmärkte bzw. Ab-Hof-Verkäufe sicher die beste Alternative. Mit saisonalen Lebensmittel wird nicht nur Geld gespart, sondern es wird zusätzlich die heimische Landwirtschaft und die regionale Wirtschaftskraft gefördert. Des Weiteren stecken diese Produkte  voller wertvoller Inhaltsstoffe, da regionales Obst und Gemüse auf dem Feld ausreifen kann.

Die 4 billigsten Sattmacher
Nudeln, Reis, Kartoffeln oder Polenta – mit diesen Grundzutaten, die in keiner Vorratskammer fehlen sollten, könnt ihr zahlreiche günstige Gerichte zaubern. Ob zu Gemüse, Eintöpfen, cremigen Saucen, Aufläufen, kombiniert mit saisonalem Gemüse – diese 4 Sattmacher können vielseitig eingesetzt werden und schonen den Geldbeutel.

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Reste verwerten
Gerade nach dem Wochenende finden sich oft Speisereste im Kühlschrank, die für sich alleine nichts mehr hergeben. Oft fehlen Ideen, wie Speisereste zu genussvollen Speisen verarbeitet werden können. Die folgenden Tipps als kleinen Anreiz, wir ihr Reste in Zukunft besser verwerten könnt:

  • Reste vollständig auskühlen lassen und in dicht verschlossenen Behältern im Kühlschrank lagern
  • Übrig gebliebene Suppen könnt ihr problemlos einfrieren
  • Was tun mit Gemüseresten? Lust auf selbergemachte Gemüsebrühe oder Mixed pickles (=gemischtes Eingelegtes)
  • Mit verschiedenen Käse- und Gemüseresten lässt sich eine Pizza hervorragend belegen
  • Aufläufe bieten eine tolle Gelegenheit, Übriggebliebenes schnell und klassisch zu verwerten
  • Brot, Tomaten und Rucola übrig? Perfekt, dann könnt ihr in wenigen Minuten einen tollen Brotsalat zaubern
  • Wir alle lieben Obst! Überreifes Obst bitte nicht wegwerfen, sondern für Smoothies, Fruchteis,
    Obstkuchen, Fruchtsaucen oder Obstsalat verwenden
  • Altbackenes Brot auf keinen Fall entsorgen! Den Frischekick bekommt „altes“ Brot durch toasten oder ihr macht knusprige Croutons daraus.
    Ob in Würfel, in Scheiben geschnitten, getrocknet, gerieben oder geröstet, zum Binden oder als Füllstoff für diverse Laibchen –
    nicht mehr frisches Brot kann in der Küche vielfältig eingesetzt werden

Natürliche Aromen auf Vorrat
Mittlerweile gibt es in Supermärkten und Discountern eine große Auswahl an frischen Kräutern, diese sind aber leider ziemlich teuer. Am Wochenmarkt gibt es diverse Kräuter günstiger, bzw. ist es heutzutage gar kein Problem mehr Kräuter selbst zu ziehen.  Topf-Kräuter, egal ob im Garten oder auf dem Balkon,  bieten einen dekorativen Anblick und auf jeden Fall ein duftendes und sinnliches Erlebnis. Robuste Kräuter wie Petersilie, Rosmarin, Thymian, Oregano, Salbei oder Minze sind pflegeleicht und mit Erde, Sonne, Wasser und etwas Liebe ist der Erfolg garantiert.

Kräutertipps

  • Kräuter/Knoblauchbutter: frische Kräuter hacken, Knoblauch pressen – mit flüssiger Butter vermengen und im Kühlschrank fest werden lassen
  • Kräuteröl: Kräuter in Olivenöl einlegen oder einen Eiswürfelbehälter mit Öl und Kräuter füllen und einfrieren. Die Würfel können für Saucen, Suppen oder für viele Veggiegerichte eingesetzt werden
  • Trocknen: Viele Kräuter eignen sich hervorragend zum Trocken. Die Kräuter an einem warmen Platz oder in der Nähe des Heizkörpers platzieren oder zusammenbinden und aufhängen. Auch ein Dörrgerät kann zum Trocknen herangezogen werden.

Chilifans aufgepasst!
Ihr habt bestimmt schon mal ein Bündel Chilis gekauft, aber nur wenige Schoten verbraucht! Kein Problem – bitte auf gar keinen Fall verschrumpeln lassen oder wegwerfen.
Chilis in Gefrierbeutel geben und ab in den Tiefkühler oder trocknen lassen und zu einem feurigen Chilimixpulver verarbeiten.

Wie ihr seht gibt es zahlreiche Möglichkeiten um günstig einzukaufen und Reste zu verwerten! Ich wünsche mir, dass ihr den ein oder anderen Ratschlag gebrauchen könnt und freue mich über Rückmeldungen und weitere Ideen zum Sparen und günstig einkaufen!

Eure Maria